Bremsen eines FahrradFahrers

Den puren Vortrieb spüren, dem Rausch der Geschwindigkeit erliegen, alles hehre Ansprüche. Die reine Beschleunigung ist nicht alles beim Rad fahren. Man muss die Geschwindigkeit auch kontrollieren können. Deswegen sind die Bremsen eines der wichtigste Komponenten an einem Fahrrad.

 

Abgebremst wurde zu Beginn der mechanischen Bremsen mit einem Gummiklotz der von oben senkrecht auf den Reifen gepresst wurde. Durch diese einfache Mechanik konnte man zwar seine Geschwindigkeit verringern, aber ein gefühlvolles Abbremsen oder eine wirkungsvolle Vollbremsung war damit kaum möglich.

 

Einen große Sprung hin zu mehr Kontrolle und einem höherem Wirkungsgrad wurde mit der Entwicklung der Felgenbremse gemacht. Den Anfang machte die Cantilever Bremse. Sie war der erste große Fortschritt in der Bremsentechnik.

Von nun an wurde die Bremskraft auf die Felgen übertragen, was einen wesentlich sensibleren Einsatz der Bremsen ermöglichte. Aufgrund der Konstruktion erreichen Cantilever Bremsen nicht so einen hohen Wirkungsgrad. Das war die Geburtsstunde der V-Brake Felgenbremse.

 

 

V-Brakes haben ihren Namen aufgrund der konstruktionsbedingten Stellung die Sie nach dem Einbau annehmen. Was die Übertragung der Bremskraft anging so wurde mit der V-Brake der entscheidende Schritt in die richtige Richtung getan. V-Brakes übertragen dank Ihrer Konstruktion den größten Teil der am Bremshebel angebrachten Kräfte als Bremskraft auf die Felgen. Vollbremsungen wie früher mit der Rücktrittbremse waren nun wieder problemlos möglich.

Auch der Wechsel der Bremsbeläge gestaltet sich viel einfacher als bei einer Cantilever Bremse.

 

Eine Weiterentwicklung stellt die hydraulische Felgenbremse dar. Sie vereint die Vorzüge einer Felgenbremse mit der Kraftübertragung eines geschlossenen Hydraulischen Systems.

 

Vor einigen Jahren wurden Scheibenbremsen auch für Fahrräder zunehmend interessanter. Zum einen lag es an den technischen Fortschritt mit dem man immer leichtere und stärkere Scheibenbremsen produzieren konnte und zum anderen lag es an den Anforderungen des Radsports, insbesondere des Downhill-Sports, das immer standfestere und Wetter unabhängige Bremsen benötigte.

 

Bei den Scheibenbremsen für das Fahrrad unterscheidet man grundsätzlich zwei Arten. Einmal die hydraulische Scheibenbremse und die mechanische Scheibenbremse.

 

Hydraulische Scheibenbremsen gibt es mit Einem, Zwei und Vier-Kolbensystem. Die Bezeichnung bezieht sich auf die Kolben die die Bremsbacken auf die Bremsscheibe pressen.

Mechanische Scheibenbremsen sind häufig bei günstigeren Fahrrad-Modellen vorhanden. Ihr Vorteil gegenüber ihren hydraulischen Brüdern ist die Tatsache das sie mit den regulären Bremshebeln bedient werden, wohingegen hydraulische Bremsen eigene spezielle Bremshebel benötigen.

 

Gute Scheibenbremsen haben ganz klare Vorzüge gegenüber Felgenbremsen. Neben dem höherem Wirkungsgrad steht einem unabhängig vom Wetter und der Verschmutzung der Felgen permanent die volle Bremskraft zur Verfügung. Nachteile gibt es klar im Gewicht und Preis. Aber das muss jeder für sich entscheiden.